Im September 2015 haben unsere Kollegen in den USA eine Liste veröffentlicht, die alle dort von Coca-Cola eingegangenen Partnerschaften und finanziell unterstützten Forschungsprojekte im Bereich Ernährung/Gesundheit/aktiver Lebensstil dokumentiert. Wir folgen diesem Beispiel und veröffentlichen auch für die Schweiz die Gesamtübersicht aller Spenden, Sponsorings und Honorare in diesem Bereich. Hierzu gehen wir bis ins Jahr 2010 zurück.

Q&A

Warum haben Sie Zahlungen unter 500 CHF nicht aufgeführt und erst Kooperationen ab 2010?

Wir sind überzeugt, dass wir damit einen angemessenen Einblick in alle relevanten Aktivitäten in diesem Zeitraum gewähren.

Wie kann man sichergehen, dass alle Aktivitäten in der Liste enthalten sind?

Wir haben die Übersicht in den letzten Wochen mit grosser Sorgfalt zusammengestellt. Sollten wir dennoch ein Projekt vergessen haben, werden wir es im Zuge der regelmässigen Aktualisierung aufnehmen. Grundsätzlich aber können wir sagen, dass wir ohnehin in der Kommunikation unsere Partnerschaften immer transparent und offen gezeigt haben.

Wie waren die Reaktionen der Partner?

Wir haben unsere Zusammenarbeit über Pressemitteilungen und Dokumentationen o.ä. öffentlich gemacht. Daher haben wir von allen innerhalb kurzer Zeit die Zustimmung erhalten, die Informationen zu veröffentlichen. Viele begrüssen diese zusätzliche Transparenz. Von Einzelpersonen haben wir ebenfalls schnell grünes Licht erhalten.

Welche Summen sind europaweit geflossen? Warum gibt es keine gesamteuropäische Übersicht?

Coca-Cola ist dezentral organisiert. Die Länder können eigenverantwortlich entscheiden, z.B. über die Einführung neuer Produkte oder ihr Engagement vor Ort. Deshalb gibt es unterschiedliche Veröffentlichungszeitpunkte. Grundsätzlich ist geplant, für jedes Land in Europa, das entsprechende Kooperationen einging, eine Übersicht im Internet zu veröffentlichen.sie Lebensfreude

Warum haben Sie die Mitgliedsbeiträge für Wirtschaftsverbände nicht aufgeführt?

Zweck dieser Offenlegung ist eine transparente Darlegung unserer finanziellen Unterstützung für wissenschaftliche Forschungsprojekte und Partnerschaften in den Bereichen ausgewogene Ernährung. Für Verbände, auch mit Beteiligung der Wirtschaft, mit einem besonderen Schwerpunkt auf wissenschaftlichen Forschungsprojekten oder Kommunikationsaktivitäten zu ausgewogener Ernährung und Bewegung haben wir alle Mitgliedsbeiträge sowie die Finanzierungen für Ad hoc/konkrete Forschungsprojekte offengelegt.

Wollen Sie mit Ihren Partnerschaften eine Zuckersteuer verhindern?

Die Konsumenten wissen, dass Coca-Cola Zucker enthält. Wir glauben, dass der beste Ansatz im Hinblick auf die Bekämpfung von Übergewicht darin besteht, den Menschen Auswahlmöglichkeiten anzubieten und Informationen bereitzustellen. Das ist besser, als die Kosten für die Verbraucher zu erhöhen, was insbesondere einkommensschwache Familien treffen würde. 
Wir sind davon überzeugt, dass die Besteuerung von bestimmten Getränkearten, wie etwa Erfrischungsgetränken, ineffizient ist. Steuern machen nicht schlank. Eine Steuer setzt sich nicht unmittelbar mit dem Übergewicht auseinander und zeigt den Menschen nicht, was ausgewogene Ernährung und ein aktiver Lebensstil ist. Statt die wöchentlichen Einkäufe zu verteuern und den Verbrauchern höhere Kosten aufzubürden, glauben wir an praktische Initiativen, um Menschen zu motivieren.