Erstmals in China in der Antike erschienen, existiert Tee heutzutage in vielen verschiedenen Sorten, Geschmacksrichtungen und Verwendungsarten. Im Überblick einige berühmte Teesorten…und ihre Herkunftsländer.

Tee wird ausschliesslich von einer speziellen Pflanzenart, einem Strauch mit widerstandsfähigen Blättern, dem Camellia Sinensis, geerntet. Von dieser einzigen Pflanze erhält man drei verschiedene Typen: schwarz, weiss und grün.

Ein Trend, der sich auf allen Kontinenten verbreitet hat, sind Teezeremonien. Diese ziehen sich durch zahlreiche Kulturen auf der ganzen Welt: ein Genuss für unzählige Liebhaber auf der Suche nach wertvollen Traditionen auf diesem Gebiet.

China ist das Ursprungsland des Tees und der weltweit grösste Produzent. Hier findet man bekannte Sorten, wie den leichten Oolong (grüner Tee), der gerne am späten Nachmittag getrunken wird oder den geschmackvollen Lapsang Souchong (schwarzer Tee reich an Koffein) mit rauchiger Note und verdauungsfördernden Eigenschaften, oder auch die seltenen gelben Teesorten, wie den berühmten Jun Shan Yin Zhen, dessen Blätter mit einem leichten Flaum überzogen sind.

Japan ist einer der grössten und bedeutendsten Konkurrenten Chinas. Hier findet man eine Riesenauswahl an grünen Tees, besonders beliebt für ihre entspannende und antioxidative Wirkung, sowie den hochwertigen Gyokuro, berühmt für seine unvergleichbare Frische. Aber auch den Sencha, eher lieblich und leicht jodiert, oder auch den sehr beliebten Bancha, den man ganz natürlich oder zum Beispiel mit gerösteten Reiskörnern geniesst. Letzterer enthält die meisten antioxidativen Inhaltsstoffe.

Indien ist der zweitgrösste Produzent weltweit - hauptsächlich von schwarzem Tee -und ist auch die Heimat des hochwertigen Darjeeling, der fast ausschliesslich dem Export vorbehalten ist. Seine Qualität ist massgeblich von Saison und Ernte abhängig: die spärlichste – und daher auch die beliebteste – ist der Frühling.
Der berühmte und gleichnamige Tee der Provinz Assam  enthält die meisten Tannine und Bitterstoffe, was ihn als «britischen» Tee auf dem Markt auszeichnet. Eher noch unbekannter, aber sehr hochwertig ist der Kangra, ein Tee, der ebenfalls im Frühling geerntet wird.

Nepal ist seit ungefähr 1920 einer der jüngsten Produzenten von Tee, hauptsächlich schwarzem. Neben einer Art nepalesischem Darjeeling gibt es in Nepal auch noch den sehr hochwertige Mandala Silver Needles, ein Grand Cru der weissen Tees – unbehandelt – mit blumiger und pflanzlicher Note, cremig und süss. Man findet hier auch im Frühjahr geernteten schwarzen Tee, wie den Pathivara oder den Sandakphu. Besonders originell ist die « Spätlese » Kanchenjunga Gold, die letzte Ernte des Jahres, die intensive Aromen wie Honig, Vanille oder trockenes Holz, vereint.

In Sri Lanka (Ceylon) wird das ganze Jahr über geerntet! Obwohl der « Ceylon » die einzige Sorte des Landes ist, findet man auch aussergewöhnliche Auslesen an weissen Tees, die ausschliesslich aus Knospen bestehen, preisgünstige Mischungen von englischem Schwarztee oder auch den New Vithanakande, ein in Japan preisgekrönter schwarzer Tee.

Afrika: Auf diesem Kontinent befinden sich zwölf Produktionsländer, allen voran Kenya, gefolgt von Malawi, mit hochqualitativen Sorten wie dem Small Holder, einem schwarzen Tee für Feinschmecker mit Konfitüren-Aroma (muss man probiert haben!) und sogar eine Variante des chinesischen Oolong, in Thyolo angebaut. Letzterer ist ein seltenes und ungemein blumiges Geschmackserlebnis - selbst für Kenner.

Egal ob Sie Ihre Tee-Wahl aufgrund des Ursprungslandes oder aufgrund der gesundheitlichen Eigenschaften treffen: Es wird Ihnen angesichts der grossen Vielfalt des am meisten konsumierten Getränks (nach Wasser) nicht an Auswahl mangeln – und schon gar nicht an Genuss.