Es sind deutliche Worte, die Coca-Cola CEO James Quincey am World Economic Forum (WEF) wählte: "Unternehmen, Regierungen und NGOs müssen das Recycling einfacher und attraktiver machen", so seine Forderung anlässlich einer Panel-Diskussion im Januar 2019 in Davos. Damit untermauerte er die Entschlossenheit von Coca-Cola, sich weltweit gegen Müll und für einen schonungsvollen Umgang mit Ressourcen einzusetzen – so auch in der Schweiz.

PET gehört zu den meist verwendeten Materialien in der Verpackungsindustrie. Denn es gilt als hygienisch, unzerbrechlich, leicht und verschliessbar. Aufgrund dieser Vorteile ist PET sowohl bei den Herstellern als auch den Konsumenten weiterhin die beliebteste Getränkeverpackung. Über 45'000 Tonnen PET gelangen jährlich in der Schweiz in Umlauf.

Die Schweiz, das Recycling-Land

Recycling und damit die Wiederverwendung des PET-Materials schont die Umwelt, indem über 50% Energie gespart und der Ausstoss von Treibhausgasen gemindert wird. Die Schweizer Bevölkerung fungiert dabei als Vorbild: Wir recyceln 83 Prozent der PET-Flaschen (Stand 2017). Ausruhen dürfen wir uns dennoch nicht.

In der Schweiz allgegenwärtig: Die PET-Sammelbehälter.

Als grösster PET-Verwender in der Schweiz ist es Coca-Cola ein Anliegen, dass alle PET-Flaschen zurückgegeben werden. Deshalb gründete das Unternehmen 1990 zusammen mit Partnern die Organisation PET-Recycling Schweiz.


"Mit der Beteiligung unterstützen wir aktiv ein gut funktionierendes PET-Recycling in der Schweiz", erklärt Patrick Wittweiler, Country Sustainability Manager bei Coca-Cola HBC Schweiz, das Engagement. "Die verschiedenen Parteien arbeiten eng zusammen, um marktwirtschaftliche Lösungen zu entwickeln und damit eine hohe Qualität von PET zu gewährleisten. Zusammen konnten so über 50'000 Sammelstellen geschaffen werden."

Ein zweites Leben für jede Flasche

Coca-Colas oberstes Ziel – in der Schweiz und weltweit – lautet, jeder Flasche ein zweites Leben zu geben. Dazu gilt es einerseits alle benutzten Verpackungen wieder einzusammeln, und andererseits bei der Produktion der PET-Flaschen möglichst viel dieses bereits verwendeten Materials einzusetzen. Dazu Paris Nikolopoulos, Country Manager von Coca-Cola Schweiz, in einem Interview mit CNN Money: "Eine Coca-Cola-Flasche besteht hierzulande aus 41 Prozent recyceltem Material – ein Höchstwert in der Schweizer Getränkeindustrie. Das ist positiv, aber unser langfristiges Ziel sind 100 Prozent!"


Eine weitere Massnahme, um Ressourcen zusätzlich zu schonen, verrät Patrick Wittweiler: "Wir wollen künftig die Flaschen dünner und leichter produzieren – und damit Material sparen. Ein weiteres Ziel ist es, die Flaschen mit rezyklierbaren Verschlüssen zu versehen."

Um die Bevölkerung für Recycling zu sensibilisieren und der Vermüllung der Umwelt entgegenzuwirken, wurde der World Cleanup Day ins Leben gerufen. Der Tag hat zum Ziel, sorglos weggeworfenen Abfall zu sammeln. Teilgenommen haben zuletzt 158 Länder auf der ganzen Welt. Auch in der Schweiz haben sich zahlreiche Unternehmen eingesetzt - darunter auch Coca-Cola.


Bald weltweit ein Problem der Vergangenheit?

Recycling spart Energie, Ressourcen und damit CO2-Emissionen. Doch noch immer ist die Menge an gesammeltem und wiederverwendetem Plastik weltweit zu niedrig. Mit dem ehrgeizigen Programm "World Without Waste" hat sich Coca-Cola zum Ziel gesetzt die Menge von Flaschen und Dosen, die das Unternehmen weltweit verkauft, in Form von Müll zu sammeln und zu recyceln. Coca-Cola CEO James Quincey: "Alles was recycelt werden kann, muss auch recycelt werden. Damit dieses globale Problem irgendwann der Vergangenheit angehört!"


Mit zahlreichen Projekten generiert Coca-Cola weltweit Aufmerksamkeit für Recycling. So wurde in Grossbritannien in Zusammenarbeit mit der Lebensmittelkette Sainsbury die Kampagne "Don’t Waste. Create" lanciert, welche aufzeigt, wie PET-Flaschen zu Hause wiederverwendet werden können. Zudem trat das Unternehmen dem Beirat von DEMETO bei – einer Technologie, mit welcher PET dauerhaft chemisch recycelt werden kann.

Nicht nur zur Verminderung des Abfalls: Die Recycling-Stationen der Coca-Cola Company schaffen in den Entwicklungsländern auch Arbeitsplätze.

Anlässlich des World Economic Forum (WEF) zeigte sich James Quincey zuversichtlich und entschlossen: "Mit Mexiko und Südafrika haben zwei Länder bereits bewiesen, dass innerhalb weniger Jahre die Recyclingquote von 10% auf 70% erhöht werden kann. Nun müssen wir es gemeinsam auf eine globale Ebene heben."