Seit über zehn Jahren begleitet er Roger Federer als Coach und Freund von Erfolg zu Erfolg, gewann 2014 als Teamcaptain den Davis Cup für die Schweiz und wurde 2017 zum Schweizer Trainer des Jahres gekürt: Severin "Seve" Lüthi. Wir trafen ihn anlässlich des Launch-Events von AdeZ in Zürich und stellten ihm 10 Fragen über Tennis-Geheimtipps, Lieblingsorte im Sommer sowie Ernährung im Sport.

Severin, als Tenniscoach reist du um die ganze Welt. In welche Stadt oder an welchen Ort kehrst du jedes Jahr gerne zurück?

"Das Australian Open im Januar ist für mich jedes Mal ein Highlight. Man kommt mit vielen guten Vorsätzen fürs neue Jahr in Melbourne an und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Viele Menschen dort haben dann Ferien und geniessen den Sommer, während in der Schweiz noch Winter herrscht. Und die Australier sind ein super Sportvolk. Aber klar, Wimbledon mit der grossen Tradition und das US Open in New York sind auch jedes Jahr aufs Neue ein Höhepunkt."


Du hast deine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Aber bestimmt schaltest du auch gerne mal vom Tennissport ab. Wie sieht ein erholsamer Tag ohne Tennis bei dir aus?

"Ehrlich gesagt schlafe ich dann gerne aus. Ich habe keine Kinder und kann es mir daher einrichten. Und weil in meinem Leben sonst sehr viel los ist, geniesse ich es vor allem keine Termine zu haben und Zeit zu Hause zu verbringen, zum Beispiel um einen Film zu schauen. Eine Joggingrunde am Nachmittag darf aber durchaus sein."

Unter unseren Leserinnen und Lesern gibt es einige Hobby-Tennisspieler, die wohl etwas weniger Talent als Roger Federer besitzen. Verrätst du ihnen ein paar Geheimtipps für den Tennisplatz?

"Spielfreude ist das Wichtigste. Wenn man sie hat, ist sie eine grosse Stärke. Denn beim Tennisspielen gibt es extrem viele Möglichkeiten: lange, kurze, hohe, tiefe, schnelle oder langsame Schläge, mehr oder weniger Winkel…man sollte Freude an dieser Vielseitigkeit entwickeln und spielerisch mit ihr umgehen."

Journey im Gespräch mit Severin Lüthi
Journey im Gespräch mit Severin Lüthi

Im Sport spielt die Ernährung eine immer wichtigere Rolle. Du bist seit vielen Jahren auf der Tennistour unterwegs. Achten die Profis heute stärker auf die Ernährung als noch früher? Oder anders gefragt: Ist Ernährung überhaupt ein Thema in der Umkleidekabine?

"Das ist sehr unterschiedlich. Einige achten sehr stark darauf, andere weniger. Aber ich habe das Gefühl, dass die Tennisspieler noch eher weniger auf die Ernährung achten als zum Beispiel ein Radrennfahrer. Aber klar, mit der richtigen Ernährung kann man sehr viel erreichen. Dabei erscheint mir der mentale Aspekt auch bei der Ernährung durchaus wichtig. Man sollte sich nicht zwingen müssen, gesund zu essen. Sonst kann es zu einer mentalen Belastung werden. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, sich gesund und ausgewogen zu ernähren."

Mit AdeZ lanciert Coca-Cola ein veganes Getränk auf pflanzlicher Basis. Welche Rolle spielen pflanzliche Lebensmittel wie AdeZ im Ernährungsplan eines Tennisspielers?

"Novak Djokovic begann vor längerer Zeit damit, sich grösstenteils vegan zu ernähren und war damit sehr erfolgreich. Der eine oder andere Tennisspieler dürfte dem Trend gefolgt sein und damit begonnen haben, mehr pflanzliche Lebensmittel zu essen."

Gibt es Nahrungsmittel, auf die derzeit besonders viele Tennisspieler setzen, um gesund und fit zu sein?

"Wie gesagt: Den Trend zu veganen Produkten gibt es definitiv, auch in den Turnierrestaurants. Tennisspieler essen aber immer noch viel Pasta, um sich mit ausreichend Kohlenhydraten zu versorgen. Ansonsten sind die Gewohnheiten sehr individuell, wie halt auch der Sport selbst."

Worauf achtest du selbst, um gesund zu bleiben und welches sind deine persönlichen natürlichen Lebensmittel, auf die du nie verzichtest?

"Es gibt vermutlich nichts, ohne das ich nicht leben könnte. Ich esse gerne vielseitig, auch mal ein Stück Fleisch oder einen Burger, wenn ich Lust darauf habe. Ansonsten achte ich auf viel Bewegung, mit der man auch mal einen Burger wieder kompensieren kann."

Die fünf AdeZ Sorten auf Basis von Sonja, Mandeln und Hafer – ab sofort in der Schweiz erhältlich
Die AdeZ-Ambassadoren Doris Flury, Severin Lüthi, Andrea Monica Hug und Michael Stössel (v.l.n.r.)

Du hast den mentalen Aspekt bereits angesprochen, der im Tennissport eine wichtige Rolle spielt. Wie kann man mentale Stärke trainieren respektive fördern?

"Mentales Training bedeutet am eigenen Charakter zu arbeiten. Man muss ehrlich zu sich selbst sein und sich die richtigen Fragen stellen. Wichtig erscheint mir die Einstellung, nie aufzugeben. Wenn man sich immer wieder sagt 'ich kann das', wird man es eines Tages auch schaffen. Nicht alle Topspieler wussten von Anfang an, dass sie zu den Besten gehören werden. Aber sie haben es sich immer wieder eingeredet und nie aufgegeben, auch nicht nach bitteren Niederlagen."

Hast du alle AdeZ-Getränke bereits probiert? Wenn ja, welches ist dein Favorit und warum?

"Mein Favorit ist Outstanding Oat Erdbeere & Banane. Das schmeckt mir am besten. Und die Grösse der Verpackung ist perfekt für unterwegs."

Zum Schluss: Der Sommer steht vor der Tür. Wo verbringst du die Sommertage am liebsten?

"Am liebsten verbringe ich die Sommertage gemütlich am Thunersee. Da ich sonst schon viel um die Welt reise, muss ich in den Sommerferien nicht unbedingt ins Ausland ans Meer."