Coca-Cola konnte vor kurzem – einige Jahre früher als geplant – sein Ziel der hundertprozentigen Wasserrückführung in die Herstellung seiner Produkte erreichen. Clarisse Fageolles und Arnaud Rolland, verantwortlich für CSR und Nachhaltige Entwicklung bei Coca-Cola Frankreich und Coca-Cola European Partners, beschreiben die beiden Teile des Programms.

Die globale Initiative von The Coca-Cola Company nennt sich Water Replenishment (Rückführung von Wasser in das natürliche Umfeld) und stützt sich auf zwei Grundpfeiler: einerseits die Bewahrung von Quellen und andererseits die Aufbereitung von Abwasser. Ziel ist es, ein Wasservolumen in die Natur und an die Gemeinden zurückzuführen, welches jenem entspricht, das durch das Unternehmen genutzt wurde, um seine Getränke herzustellen. Letzteres betrifft sowohl jenes Wasser, das in den Produkten enthalten ist, als auch jenes, das für den Herstellungsprozess bestimmt ist. Coca-Cola engagiert sich in zwei Bereichen, nämlich bei der Unterstützung von lokalen Projekten zum Wasserschutz sowie bei der intelligenten Verwaltung von Wasser in der Getränkeherstellung. 

Wasser dort schützen, wo es bedroht ist

„Unter jenen Kriterien, die erforderlich sind, um das Weiterbestehen von Gemeinden zu sichern, ist der Zugang zu Wasser ein absolutes Muss. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, ist keine lokale Entwicklung vorstellbar“, erklärt Clarisse Fageolles, CSR-Verantwortliche bei Coca-Cola Frankreich. Zusammenfassend lässt sich der erste Teil von Water Replenishment bei Coca-Cola so beschreiben: Unterstützung und Finanzierung von mehr als 248 lokalen Projekten zum Wasserschutz in 71 Ländern der Welt. 

„Indem den Gemeinden ein Wasservolumen zurückgegeben wird, welches jenem entspricht, das in seinen Getränken enthalten ist, sichert Coca-Cola der lokalen Bevölkerung die Mittel für deren Autonomie und für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Daher sind wir auf globaler Ebene auf vier Achsen tätig: Anbieten eines Zugangs zu Trinkwasser, Schutz der Wassereinzugsgebiete, Ermöglichung der Verwendung dieses Wassers zu wirtschaftlichen Zwecken und schliesslich die Aufklärung der lokalen Bevölkerung über die Notwendigkeit des Ressourcenschutzes. In Frankreich beispielsweise setzt sich Coca-Cola seit drei Jahren – und noch bis 2020 – gemeinsam mit dem WWF Frankreich für den Schutz eines Feuchtgebiets in der Camargue ein. Dies ist eine effiziente Partnerschaft: 1,2 Milliarden Liter Wasser werden durch sie jedes Jahr rückgeführt.“

Weltrekord: 1,15 l Wasser für 1 l Getränk von Coca-Cola

„Jede Produktion führt zu verschiedenen Ableitungen. Bei Coca-Cola sind dies hauptsächlich Abwässer, die nun vor Ort oder bei einer Station in der Nähe aufbereitet werden“, sagt Arnaud Rolland, Direktor für Nachhaltige Entwicklung bei Coca-Cola European Partners. Das Abwasser wird gemäss geltenden Gesetzen gereinigt und ermöglicht die Aufnahme von Wasserlebewesen, auch wenn die lokalen Regelungen dies nicht vorschreiben. „Doch noch vor der Rückführung verpflichten wir uns, unseren Wasserverbrauch und damit unsere Abwässer zu verringern“, erklärt Arnaud Rolland.  

In diesem Punkt ist Coca-Cola bei jenen Unternehmen, die sich für die Optimierung des Wasserverbrauchs einsetzen, führend. „Unsere Effizienz hat sich seit 2004 um 27 % verbessert. Heute werden im Durchschnitt 1,22 l Wasser benötigt, um 1 l Getränk herzustellen. In unserem Werk in Castanet-Tolosan sind es nur 1,15 l – das ist Weltrekord unter den 873 Abfüllwerken von Coca-Cola weltweit. Die auf lokaler Ebene etablierten Erfolgsmethoden werden nun mit allen Abfüllern von Coca-Cola geteilt und werden es ermöglichen, das Ziel für 2020 zu erreichen: durchschnittlich nur noch 1,2 l Wasser für die Herstellung von 1 l Produkt auf der ganzen Welt – und damit umso weniger Abwässer, die aufbereitet werden müssen.“

Ressourcenschutz, Reduzierung und Überwachung der Abwässer: Für Coca-Cola ist der positive Kreislauf aus Einsparung und Verantwortung Realität.