BOCA RATON, FLORIDA. – Coca-Cola entwickelt sich durch die Umgestaltung seiner Wachstumsstrategie und seines Betriebsmodells zu einer „Total Beverage Company“ und orientiert sich dabei an dem sich wandelnden Verbrauchergeschmack und dem geänderten Kaufverhalten. Das sagte James Quincey, Präsident und Chief Operating Officer von The Coca-Cola Company, am 23. Februar auf einer Konferenz des Analystenverbands Consumer Analyst Group of New York (CAGNY).

Laut Quincey, der den Getränkekonzern ab 1. Mai 2017 als CEO führen wird, will das Unternehmen das Umsatzwachstum vor allem durch den Aufbau und die Markteinführung von „verbraucherorientierten“ Marken – u. a. mehr zuckerarme und ‑freie Varianten sowie Getränke in neuen Kategorien – steigern. Dazu soll ausserdem, wie bereits in der Vergangenheit, die Priorisierung von Transaktionen im Getränkesektor und des Wertanteils gegenüber dem Absatzvolumen beitragen. Diese neue Strategie wird durch ein schlankeres Betriebsmodell und die Digitalisierung der Geschäftsabläufe gestützt, wie Quincey hinzufügte.

Hier die Kernaussagen aus Quinceys Präsentation:

CAGNY: Reducing Sugar

Growing the business while reducing sugar

Unternehmenswachstum dank Zuckerreduzierung

Zuckerzusätze sollen aus Getränken aus dem gesamten Portfolio verschwinden. Dazu werden bereits etablierte Marken unter Erhaltung des bei Verbrauchern beliebten Geschmacks nach neuen Rezepturen produziert sowie Coca-Cola Zero Sugar und andere zuckerarme und -freie Marken global ausgerollt. Die Förderung der Verbreitung von kleineren Verkaufseinheiten wie etwa Minidosen stellt eine weitere Top-Priorität dar.

Es ist für uns absolut klar, dass wir zur Förderung des nachhaltigen, profitablen Wachstums unserer Marken auch den Verbrauchern die Möglichkeit geben müssen, ihre Aufnahme an Zuckerzusätzen bewusst zu steuern, und dass wir sie dazu ermutigen müssen. Wir unternehmen ganz bewusst die nötigen Schritte, um unser Portfolio nicht einfach nur zu erweitern, sondern es sehr bedacht zu gestalten. Wir unternehmen ganz bewusst die nötigen Schritte, um unser Portfolio nicht einfach nur zu erweitern, sondern es sehr bedacht zu gestalten.

CAGNY: Smaller Packages Worldwide

Wie der zukünftige CEO weiter erklärte, unterstützt das Unternehmen die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer Gremien im öffentlichen Gesundheitswesen, wonach Zuckerzusätze einen Anteil von weniger als 10 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme ausmachen sollten. Diese Empfehlungen bergen seiner Einschätzung nach Chancen für „exponentielles“ Wachstum. Lesen Sie hier, was das Unternehmen zur Reduzierung der Zuckerzusätze in Getränken aus seinem gesamten Portfolio tut.

CAGNY: Building Brands

Investitionen in Getränkesorten, die die Konsumenten wünschen

„The Coca-Cola Company ist inzwischen grösser als die Marke Coca-Cola“, meinte Quincey. „Die Marke Coca-Cola wird immer das Herzstück der Coca-Cola Company sein, aber das Unternehmen ist längst über seine Kernmarke hinausgewachsen. Wir müssen grösser als unsere Kernmarke sein.“

Deshalb wird Coke sein Portfolio in fünf Kategorien ausweiten: kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, Energy-Drinks, Milchprodukte/Säfte/Getränke auf Pflanzenbasis, Wasser/angereichertes Wasser/Sport-Drinks sowie Fertig-Kaffee- und -Teegetränke.

Wir haben uns in der Vergangenheit vielleicht mehr auf die volumenbezogen nächstgrösseren Kategorien konzentriert, als auf die, die bei Konsumenten am stärksten im Trend liegen und für uns den grössten Wert haben“, sagte Quincey.

Das Unternehmen wird weiterhin Innovation auf lokaler Ebene fördern, ergänzte er und wies darauf hin, dass rund 75 Prozent der milliardenschweren Marken des Unternehmens an den lokalen Standorten entwickelt wurden. „Mit Sicherheit ist unsere Marschroute die Förderung der Innovation im Unternehmen und der Ausbau von Marken, die funktionieren“, erklärte er, „doch wir müssen gleichzeitig weiter in kleinere Hersteller investieren und Unternehmen zukaufen, um mehr Marken mit einem Milliarden-Umsatzpotenzial in das Portfolio zu holen.“

CAGNY: smartwater Expansion

Refranchising der Abfüllung fast abgeschlossen

„Das Ende ist in Sicht“, beschrieb Quincey die Fortschritte beim Verkauf der konzerneigenen Abfüllbetriebe rund um den Globus an Franchisenehmer. „Aber das Refranchising ist kein Selbstzweck. Es ist ein Wegbereiter für die effizientere Durchführung unserer Strategie. Besseres Marketing und bessere Strategieumsetzung beschleunigen das Umsatzwachstum.“

Schlankeres Betriebsmodell mit schnelleren Abläufen

Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung dieser neuen Strategie liegt laut Quincey in einer flexibleren operativen Struktur, die ein schnelles Agieren im Markt ermöglicht.

Wir werden unsere Vorgehensweise mehr an die eines Technologieunternehmens angleichen, statt sehr viel Zeit auf das Erfinden des perfekten Produkts zu verwenden. Wir müssen Neuerungen schneller herausbringen und mehr Risiken eingehen.

Quinceys Ausblick: „Das Nettoergebnis soll die Wachstumsstrategie fördern – um den Umsatz zu steigern und unsere operative Marge zu verbessern.“

Klicken Sie hier, um einen Webcast der Präsentation von Quincey auf der CAGNY-Konferenz anzusehen.