Rund 130 Mitarbeiter arbeiten im Innovationslabor von Coca-Cola in Brüssel.
(Foto  © The Coca-Cola Company)

Im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Coca-Cola, in Anderlecht bei Brüssel, werden täglich mehrere Hunderte neue Getränke entwickelt. Tag für Tag stellen die rund 130 Mitarbeiter des Labors innovative Kreationen her, um den verschiedenen Geschmäckern von fast 2 Milliarden Verbrauchern gerecht zu werden. 122 Ländern müssen bedient werden und gleichzeitig soll der Zuckergehalt reduziert werden. Wir stellen Ihnen ein Innovationslabor vor, das uns immer wieder aufs Neue überrascht!

"Über Geschmack lässt sich nicht streiten" sagt ein berühmtes Sprichwort. Aber genau das ist der Beruf von Jean-Christophe Lombard,  Direktor des Forschungs- und Entwicklungszentrum in Anderlecht. Vor allem, weil er und seine verschiedenen Teams einer Vielzahl von Ländern gerecht werden müssen.  In Belgien werden alle Produkte von Coca-Cola kreiert, die in Europa, in Eurasien, in Afrika und im Nahen Osten verkauft werden. Die Challenge des Forschungszentrums? Die ganze Palette der verfügbaren Zutaten muss genutzt werden, um innovativ zu sein. Natürlich müssen die kulturellen Besonderheiten der verschiedenen Länder und Verbraucher berücksichtigt werden. In  Japan zum Beispiel ist der Tee- und Kaffeekonsum höher  als in anderen Ländern, manche Kulturkreise konsumieren mehr Milchprodukte, Sodas oder Fruchtsäfte.

Um der Nachfrage gerecht zu werden, hat das Labor eine Expertise in punkto Geschmack entwickelt. In der Schweiz zum Beispiel verkauft Coca-Cola mehr als 40 verschiedene Getränke, um alle Bedürfnisse zu stillen. Das Unternehmen versucht ständig die Wünsche und Erwartungen der Verbraucher zu verstehen, zum Beispiel wenn es um den  Trend "Null Zucker" geht. Deswegen bleibt die Innovation der rote Faden im Entwicklungsprozess, angefangen bei den Erwartungen der Verbraucher und den technischen Bedingungen, bis hin zur Vermarktung eines neuen Getränkes.

Der Geschmack als zentraler Aspekt

Nicht nur das Rezept von Coca-Cola Original Taste («das Original»), das sich in einem Safe befindet, bleibt streng geheim. Das Originalgetränk und seine Varianten bleiben das Geheimnis von Atlanta, USA. Davon abgesehen, arbeitet das Team vom Innovationslabor in Brüssel an der kompletten Produktpalette von The Coca-Cola Company. Eine gute Strategie, um sich von der Konkurrenz abzuheben, aber auch, um noch besser den Erwartungen des Marktes zu entsprechen.

Das Innovationszentrum arbeitet intensiv am Geschmack, aber auch an den Farben. Die Farbe eines Getränkes hat nämlich einen grossen Einfluss auf die Art und Weise, wie der Geschmack wahrgenommen wird. Ein Getränk wie Fanta zum Beispiel erscheint dem Konsumenten viel süsser als das gleiche Getränk, das hellgelb wäre! Das haben zumindest die Teams des Labors in Geschmackstests bei Endverbrauchern festgestellt. Ausserdem beschäftigt sich das Team intensiv mit der Entwicklung von neuen Getränken und der Optimierung von bestehenden Produkten. Sage und schreibe 1600 Aromen helfen ihnen dabei, eine wahre Geschmacksbibliothek.

Auf dem Weg zu Getränken ohne Zucker und ohne Kalorien: die Challenge des Innovationslabors

Das Innovationslabor von Brüssel hat das Ziel, den Zuckergehalt der Getränke zu reduzieren. Auf europäischer Ebene hat The Coca-Cola Company die Charta Unesda unterschrieben, wonach der Zuckergehalt seiner Getränke bis 2020 um 10 % sinken muss. Dieser Weg wurde bereits eingeschlagen: Sprite, Nestea, Fanta, Coca-Cola life… Unsere Hauptmarken bieten meistens mindestens eine Alternative ohne Zucker und ohne Kalorien. Und mehr als 60% unserer Getränke sind kalorienreduziert oder enthalten gar keine Kalorien.

Um den Zucker- und Kaloriengehalt zu reduzieren, arbeitet das Forschungs- und Entwicklungszentrum hauptsächlich mit Süssungsmitteln, die den Getränken einen süssen Geschmack verleihen. The Coca-Cola Company war eines der ersten Unternehmen, das Steviol Glykoside benutzt hat. Es handelt sich hierbei um ein Süssungsmittel, das aus der Pflanze Stevia gewonnen wird. Dieses wird für Sprite und Nestea benutzt. In Kombination mit Zucker entstehen auf diese Art zuckerreduzierte Getränke, die jedoch in Punkto Geschmack voll den Nerv der Verbraucher treffen!