Am 18. September fand in London die erste Messe für Coca-Cola-Sammler statt, die direkt von Coca-Cola unterstützt wurde. Im zentralen Westminster, nur einen Katzensprung von der berühmten Shopping-Strasse Oxford Street entfernt, zeigten über 30 Aussteller ihre wertvollen Sammlungen – zur Freude von Experten wie auch des öffentlichen Publikums.

Sie sind mit vollen Koffern aus allen Teilen Europas – oder, wie etwa der Venezolaner Victor Rocco, sogar von noch weiter weg – gekommen, um ihre englischen Kollegen zu treffen. Für die grosse Familie der Coca-Cola Sammler sind die Messen Pflichttermine, um sich zur gemeinsamen Leidenschaft auszutauschen und um seltene Stücke aufzustöbern. Neben den grossen Versammlungen, die in den USA von Sammler-Clubs organisiert werden, betreuen mehrere nationale Clubs in Europa in Paris oder Brüssel diese Veranstaltungen für die grössten Fans der Coca-Cola Artikel.

Was führt sie jedes Jahr wieder zusammen? Ihre bedingungslose Leidenschaft für Objekte der Marke Coca-Cola. Doch die meisten Sammler spezialisieren sich, wie etwa Rebecca Taylor aus Manchester, die nur Flaschen aus Singapur (wo ihr Vater geboren wurde) und Japan (dort arbeitete dieser früher) sammelt. Für sie ist die Messe in London die Gelegenheit, ihre doppelten Stücke zu verkaufen, aber auch für eine Vergrösserung Ihrer Sammlung!

 

Eine Messe für Experten und Anfänger

Die Sammler haben ihre schönsten Stücke mitgebracht. Johan van Mierlo, passionierter Sammler und Leiter des Coca-Cola Shops in Brüssel, zeigt voller Stolz eine sehr seltene Schatulle aus dem Jahr 1977. Sie wurde von dem Werk in Columbia, South Carolina (USA) herausgegeben. Darin befinden sich alte Konturflaschen, ein Gläser-Set zum bestmöglichen Verkosten von Coke und als Geschenk eine Gürtelschnalle. Die Besucher können ausserdem riesige Glasflaschen mit dem Logo der Marke betrachten. „Sie stammen aus dem Jahr 1967 und fassen jeweils eine Gallone, also fast vier Liter“, erklärt der Sammler aus Belgien. „Sie waren jedoch nicht für die breite Käuferschaft bestimmt. Sie enthielten den Sirup, der an den Vertriebsstellen für den Verkauf von Coca-Cola gemischt wurde. Das wird heute natürlich nicht mehr so gemacht!“

Am nächsten Stand hält sich Jenny Buttigieg mit ihrem strahlenden Lächeln im Hintergrund. Sie ist als Begleitung Ihres Mannes, der Sammler ist, nach London gekommen: „Ich verstehe mittlerweile seine Leidenschaft und seinen Spass am Tauschen und an seltenen Stücken, wie etwa unserem Coca-Cola Kühlschrank. Er stammt aus den 1950er-Jahren und ich liebe sein Design! Unsere Gäste lachen oft, wenn sie diese Objekte sehen, aber ich muss zugeben, dass ich in den Bann gezogen wurde, ohne es wirklich zu merken.“ Stéphane Buttigieg ist Mitglied des Clubs der Sammler in Frankreich. Er freut sich über die Unterstützung der Veranstaltung durch Coca-Cola: „Für uns Sammler ist das ein sehr wichtiges Zeichen der Anerkennung!“

Justine Fletcher: „Sie teilen eine Liebe für die Marke, die Coca-Cola nur unterstützen kann!“

Anlässlich dieser grossen Premiere ist die Historikerin Justine Fletcher von den Coca-Cola Archiven in Atlanta gekommen, um diese Fans zu treffen. „Sie teilen eine Liebe für die Marke, die wir nur unterstützen können“, freut sie sich. „Wenn ich Gruppen durch die Büros führe, treffe ich häufig passionierte Sammler, die völlig begeistert von den Stücken in unseren Archiven sind. Das macht mir bewusst, welche Magie in diesem Universum herrscht und es macht mich stolz auf diese Sammlung.“

Sie erkennt zudem die Verdienste jener Coca-Cola Sammler an, die nicht in den Vereinigten Staaten leben, wo die meisten Coca-Cola Objekte hergestellt werden. „Für mich sind sie richtige Schatzjäger. Das Entdecken einer seltenen Perle ist für Sie eine richtige Meisterleistung!“

BU: Die Historikerin Justine Fletcher ist zu diesem Anlass aus Atlanta angereist. Sie hat diese aufblasbare Flasche entdeckt: eine französische Besonderheit!
© Julien Philippy


Was Justine Fletcher in London entdeckte

„Am Stand von Stéphane Buttigieg habe ich ein völlig neues Stück entdeckt! Es handelt sich um diese aufblasbare Flasche, die ich niemals zuvor gesehen habe. Die Aufschriften sind zur Gänze in französischer Sprache gehalten. Stéphane hat mir erzählt, dass diese Flasche im Frankreich der 1960er-Jahre in vielen Schaufenstern stand – er hat sogar Zeitungsausschnitte, auf denen die Flasche zu sehen ist. Es ist verblüffend, zu entdecken, dass die Sammler manchmal mehr wissen als unser Archiv-Dienst. Sie leisten einen grossen Beitrag zu dem, was wir weitergeben!“

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